20/04/2017 Wilhelm Tomczak

4.0

Die vierte indus­trielle Rev­o­lu­tion. Mit dem Aus­druck „4.0“ wird auf die bei Soft­ware-Pro­duk­ten übliche Ver­sions­beze­ich­nung Bezug genom­men.

Wenn The­men aktuell sein sollen, ste­ht heute gerne ein “4.0” hin­ter dem Begriff.
Dieses Paar sig­nal­isiert dem Leser, dass eine neue Entwick­lung ent­standen ist oder neue Par­a­dig­men gel­ten. So gibt es z.B. Indus­trie 4.0, Con­sult­ing 4.0, Berater 4.0, Arbeit 4.0, Mit­tel­stand 4.0, Bil­dung 4.0 etc.

Wir befind­en uns heute im Zeital­ter der vierten indus­triellen Revoution, also Indus­trie 4.0.
Die bish­eri­gen indus­triellen Rev­o­lu­tio­nen wur­den, angelehnt an die Usan­cen der Soft­ware-Indus­trie, ret­ro­grad mit Ver­sio­nen num­meriert.

Die erste indus­trielle Rev­o­lu­tion, “Indus­trie 1.0”, war um 1800 die erste Massen­pro­duk­tion durch Maschi­nen, die anfangs noch durch men­schliche, später duch Wass­er- oder Dampfkraft angetrieben wur­den.

Die Ein­führung der Elek­triz­ität, die Nutzung von Motoren als Antrieb­skraft, die Ein­führung von Akko­r­dar­beit und Fließbän­dern und die Telekom­mu­nika­tion führten zur zweit­en indus­triellen Rev­o­lu­tion “2.0” Ende des neun­zehn­ten Jahrhun­derts.

Weit­ere Automa­tisierung durch Elek­tron­ik und IT sowie der bre­it­flächige Ein­satz von Per­son­al Com­put­ern und Rech­n­ern zur Automa­tisierung der Pro­duk­tion und in den Büros führten ab 1970 zur drit­ten indus­triellen Rev­o­lu­tion “3.0”.

Die vierte indus­trielle Rev­o­lu­tion begann Ende des zwanzig­sten Jahrhun­derts. Schw­er­punkt liegt auf der Dig­i­tal­isierung von Geschäft­sprozessen, der Umset­zung früher­er analoger Tech­niken und der Inte­gra­tion von Steuerungs- mit Pro­duk­tion­ssys­te­men. Dies ermöglicht schnellere Pro­duk­tion, eine große Band­bre­ite von Pro­duk­taus­führun­gen und eine schnellere Anpas­sung an neue Mark­tan­forderun­gen.

 

Synonyme:
Vierte industrielle Revolution
« zurück zur Übersicht